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3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Lenzing Gruppe sind die Lenzing AG als Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen jeweils auf Basis von Abschlüssen zum 31. Dezember 2025 einbezogen.

Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich wie folgt verändert:

Entwicklung der Anzahl konsolidierter Unternehmen (inkl. Mutterunternehmen)

 

2025

2024

 

Voll-

Equity-

Voll-

Equity-

 

konsolidierung

konsolidierung

Stand zum 01.01.

31

7

28

7

Im Berichtsjahr erstmals einbezogen

0

1

3

0

Im Berichtsjahr verschmolzen

0

0

0

0

Im Berichtsjahr endkonsolidiert

0

0

0

0

Stand zum 31.12.

31

8

31

7

 

 

 

 

 

Davon in Österreich

8

3

8

3

Davon im Ausland

23

5

23

4

Eine Aufstellung aller Konzernunternehmen zum 31. Dezember 2025 findet sich in Note 41. Die wesentlichen Konzernunternehmen sind in der Erzeugung und Vermarktung von regenerierten Cellulosefasern (Segment Division Faser) und teilweise von Zellstoff tätig (Segment Division Zellstoff).

Im Oktober 2024 wurde eine Minderheitsbeteiligung am schwedischen Cellulosefaserunternehmen TreeToTextile AB (TTT), Stockholm, Schweden erworben. Mit dem Closing im Februar 2025 wurde das assoziierte Unternehmen TTT at-equity in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Im Jänner 2024 wurde das Tochterunternehmen Lenzing Business Services s.r.o., Paskov, Tschechien gegründet und in den Vollkonsolidierungskreis einbezogen.

Im März 2024 wurde das Tochterunternehmen Lenzing France SARL, Paris, Frankreich gegründet und in den Vollkonsolidierungskreis einbezogen.

Im September 2024 wurde das Tochterunternehmen LD Celulose International GmbH, Wien, Österreich gegründet und in den Vollkonsolidierungskreis einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Mutterunternehmens stehen. Die Lenzing Gruppe entscheidet bei jedem Erwerb von Tochterunternehmen individuell, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder auf Basis des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens erfasst werden. Die nicht beherrschenden Anteile (Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) werden beim Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des Nettovermögens bewertet. Sie werden grundsätzlich im Eigenkapital und im Ergebnis als „Anteil anderer Gesellschafter“ ausgewiesen.

Die Lenzing AG verfügt mit 51 Prozent über die Mehrheit der Anteile und beherrscht somit die LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien. Die Dexco-Gruppe verfügt über 49 Prozent der Anteile an der LD Celulose S.A. und eine Put-Option zur Veräußerung ihrer Anteile (kündbare nicht beherrschende Anteile). Zur Bilanzierung der aus den kündbaren nicht beherrschenden Anteilen resultierenden Verbindlichkeit wendet die Lenzing AG die Present-Access-Methode an. Bei dieser Methode werden die nicht beherrschenden Anteile der Dexco-Gruppe an der LD Celulose S.A. weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen und zusätzlich eine finanzielle Verbindlichkeit für kündbare nicht beherrschende Anteile angesetzt (siehe Note 35). Die Folgebewertung der Verbindlichkeit erfolgt über die Gewinnrücklagen (erfolgsneutral) zum beizulegenden Zeitwert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Lenzing Gruppe hält 100 Prozent der Anteile an einer Versicherungszelle der White Rock Insurance (Europe) Protected Cell Company Limited, Birkirkara, Malta. Diese Gesellschaft verfügt über eine Versicherungskonzession und ermöglicht der Lenzing Gruppe, ihre betrieblich notwendigen Versicherungen effektiver zu administrieren. Die Versicherungszelle verfügt im Wesentlichen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Sie wird als strukturiertes Unternehmen eingestuft und vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei den strukturierten Unternehmen werden jene Vermögenswerte und Schulden einbezogen, über die die Lenzing Gruppe verfügt.

Die Berichtswährung der Lenzing AG und der Lenzing Gruppe ist der Euro. Die Tochterunternehmen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf. Als funktionale Währung gilt die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das betreffende Unternehmen tätig ist. Die funktionale Währung ist, mit Ausnahme der nachfolgend genannten Tochterunternehmen, jeweils die Währung des Landes bzw. der Region, in dem das Tochterunternehmen ansässig ist. Für die LD Celulose S.A., Indianópolis, Brasilien, die LD Celulose International GmbH, Wien, Österreich, die Lenzing (Thailand) Co., Ltd., Prachinburi, Thailand, die Lenzing Singapore Pte. Ltd., Singapur, Republik Singapur und die PT. South Pacific Viscose, Purwakarta, Indonesien ist die funktionale Währung der US-Dollar.

Folgende wesentliche Kurse wurden für die Währungsumrechnung in die Berichtswährung Euro herangezogen:

Wechselkurse wichtiger Währungen

 

 

 

2025

2024

Einheit

Währung

Stichtag

Durchschnitt

Stichtag

Durchschnitt

1 EUR

USD

US-Dollar

1,1750

1,1293

1,0444

1,0821

1 EUR

GBP

Britisches Pfund

0,8726

0,8566

0,8295

0,8466

1 EUR

CZK

Tschechische Krone

24,2370

24,6920

25,2260

25,1190

1 EUR

CNY

Renminbi Yuan

8,2262

8,1149

7,6234

7,7863

1 EUR

BRL

Brasilianischer Real

6,4364

6,3055

6,4760

5,8268

Für die Vertriebsgesellschaft Lenzing Elyaf Anonim Şirketi, Istanbul, Türkei wurde für das Geschäftsjahr 2023 erstmalig die Hochinflationsbilanzierung nach IAS 29 angewendet. Die erstmalige Anpassung der Buchwerte der nicht monetären Vermögenswerte und Schulden anhand eines allgemeinen Preisindex wurde in den Gewinnrücklagen (erfolgsneutral) erfasst und betrug TEUR 31. Gewinne und Verluste aus der laufenden Hyperinflationierung nicht monetärer Vermögenswerte und Schulden sowie des Eigenkapitals werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Verlust aus der laufenden Hyperinflationierung in Höhe von TEUR 379 (2024: TEUR 360) erfasst. Die Abschlüsse basieren auf dem Konzept der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Der Preisindex in der Türkei betrug zum 31. Dezember 2025 4.783,04 (31. Dezember 2024: 3.746,52).

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