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Strategie

Beschäftigte in der Wertschöpfungskette

[S2 SBM-3 10a]

Das weitverbreitete System einer unzureichenden Überwachung von Lieferanten kann zu tatsächlichen oder potenziellen negativen Auswirkungen auf Beschäftigte in der Wertschöpfungskette beitragen. In Anerkennung möglicher nachteiliger Auswirkungen der Beschaffung auf diese Beschäftigten verfolgt Lenzing eine nachhaltige Beschaffungsstrategie.

[S2 SBM-3 11a ii, 11a iii]

Lenzings Wertschöpfungskette umfasst unterschiedlichste Beschäftigte, für die es wesentliche Auswirkungen geben könnte. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette gehören dazu Forstarbeiter:innen und Holzfäller:innen, Holz- und Zellstofflieferanten, Chemikalienlieferanten sowie Beschäftigte im Transport- und Logistikbereich.

In der nachgelagerten Wertschöpfungskette sind dies unter anderem Beschäftigte in der Textil- und Vliesstoffindustrie, darunter Beschäftigte in der Bekleidungsherstellung, im Einzelhandel und im Vertrieb, sowie jene, die im Abfallmanagement und in der Logistik tätig sind.

Schutzbedürftige Gruppen und geographisches Risiko

[S2 SBM-3 11a v, 11b, 11c, 11c i, 12]

Lenzing erkennt an, dass bei bestimmten schutzbedürftigen Gruppen wie Wanderarbeiter:innen, Frauen, jungen Beschäftigten und ethnischen Minderheiten das Risiko von Kinder- und Zwangsarbeit besonders hoch ist, wenn sozioökonomische Anfälligkeiten bestehen, Arbeitsrecht nur unzureichend durchgesetzt wird und die Lieferketten komplex sind. Angesichts ihres Bezugs zur Chemikalien- und Holzbeschaffung sowie der Herstellung von Kleidungsstücken räumt Lenzing ein erhöhtes Potenzial für solche systemisch negativen Auswirkungen in Asien, Südamerika, Mittelamerika, der Karibik sowie in Osteuropa und Eurasien ein.

[S2 SBM-3 11, 11a v, 11c i]

Lenzing arbeitet kontinuierlich daran, die Auswirkungen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten zu verbessern und zu bewerten. Der Fokus liegt dabei auf verantwortungsvollen Praktiken und der Wahrnehmung von Sorgfaltspflichten (Due Diligence) in jenen Bereichen der Wertschöpfungskette, auf die Lenzing unmittelbaren Einfluss hat. Aktuell werden noch detaillierte Daten zu speziellen schutzbedürftigen Gruppen oder systemischen Auswirkungen gesammelt.

Lenzings Ansatz ist mit internationalen Standards konform und integriert Risikoanalysen und doppelte Wesentlichkeitsaspekte in strategische Entscheidungen. Die Unternehmensstrategie beinhaltet kontinuierliche Verbesserungen von Due-Diligence-Prozessen, die Einbeziehung von Stakeholdern und die Umsetzung verantwortungsbewusster Beschaffungs- und Arbeitspraktiken.

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