Bewertung der Resilienz
[E4-1 13]
Im Rahmen des Biodiversitätsansatzes und Aktionsplans führte Lenzing 2024 eine erste Resilienzanalyse anhand des TNFD LEAP-Ansatzes durch1. Eine ausführliche Bewertung der Widerstandsfähigkeit von Lenzings Geschäftsmodell und Strategie sowie des Umfangs, der wichtigsten Annahmen, der Zeithorizonte, der Ergebnisse und der Einbeziehung von Stakeholdern finden Sie im Abschnitt „Naturbezogene Risikobewertung“ im Kapitel „ESRS 2 Allgemeine Angaben“.
Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität
[E4 ESRS 2 SBM-3]
Lenzing betreibt sieben Standorte, die in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger biologischer Vielfalt liegen: Lenzing (Österreich), Heiligenkreuz (Österreich), Paskov (Tschechische Republik), Grimsby (Großbritannien), Mobile (USA), Indianópolis (Brasilien) und Nanjing (China). Für die Lenzing Betriebsstätten Purwakarta (Indonesien) and Prachinburi (Thailand) wurden keine Bereiche ermittelt, die die festgelegten Kriterien erfüllen.
Um die Nähe zu Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität und zu Schutzgebieten zu bewerten, zog Lenzing verschiedene Datenbanken heran, darunter das Natura 2000-Netz, das Netz der Key Biodiversity Areas, die Ramsar-Gebiete, die Schutzgebiete der Europäischen Umweltagentur, das Emerald-Netzwerk, die Protected Planet-Datenbank und die UNESCO-Welterbestätten. Die Analyse bezog Landflächen in einem Radius von bis zu 10 km von Betriebsstandorten und Wassergebiete in einer Entfernung von bis zu 30 km flussabwärts ein.
[E4 ESRS 2 SBM-3 16a, 16c]
Bis dato wurden keine dokumentierten bedeutenden Auswirkungen auf den ökologischen Zustand der Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität und der Schutzgebiete oder auf bedrohte Arten bekannt, die den Betriebsstätten von Lenzing zuzuschreiben sind.
[E4 ESRS 2 SBM-3 16b]
Darüber hinaus wurden keine wesentlichen negativen Auswirkungen in Bezug auf Wüstenbildung, Bodenversiegelung oder Landdegradation festgestellt.
Alle Lenzing Standorte verfügen über Betriebsgenehmigungen, die von den zuständigen regionalen Behörden ausgestellt wurden. Diese Behörden arbeiten mit den Stellen zusammen, die für Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität in der Nähe zuständig sind, um wesentliche negative Auswirkungen zu überwachen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Minderung zu verlangen. Im Berichtszeitraum mussten keine Minderungsmaßnahmen in Zusammenhang mit biologischer Vielfalt getroffen werden.
Ausführliche Informationen über Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität und Schutzgebiete in der Nähe der Betriebsstandorte von Lenzing finden Sie in der Tabelle „Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität und Naturschutzgebiete in der Nähe der Lenzing Produktionsstandorte“ im „Anhang“.
1Guidance on the identification and assessment of nature-related issues: the LEAP approach – TNFD