Investitionen
Die Investitionen in immaterielle Anlagen, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte (CAPEX) beliefen sich 2025 unter anderem aufgrund reduzierter Investitionstätigkeiten auf EUR 141,1 Mio. (nach EUR 153,8 Mio. im Jahr 2024).
Lenzing fokussierte auch 2025 im Rahmen ihres Performance-Programms, und nach den erheblichen Investitionen der vergangenen Jahre, auf Maintenance- und License to operate-Projekte sowie Projekte zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion. Im Folgenden sind wesentliche Projekte aus dem Jahr 2025 angeführt.
Im Berichtszeitraum hat Lenzing in Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen Verbund eine neue Photovoltaikanlage (PV-Anlage) mit einer Leistung von 1,3 Megawattpeak (MWp) am Hauptsitz in Lenzing (Österreich) in Betrieb genommen. Dadurch stieg die Gesamtleistung der PV-Anlagen am Standort auf 8,3 MWp. Dies trägt zur Diversifizierung der Energieversorgung bei, stärkt die Energieunabhängigkeit und steht im Einklang mit der langfristigen Energie- und Dekarbonisierungsstrategie von Lenzing.
Im Jahr 2025 markierte die Installation und erfolgreiche Inbetriebnahme einer neuen Erdgasleitung und entsprechender Anlagen (Kessel und Turbine) am Produktionsstandort Nanjing (China) einen bedeutenden Schritt hin zur Umstellung von kohlebasierter Dampferzeugung auf ein zu 100 Prozent erdgasbasiertes System. Sobald die Energieversorgung auf Erdgasbasis bis 2027 vollständig etabliert ist, wird eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 100.000 Tonnen gegenüber 2021 erwartet. Die Investitionssumme für diese Umstellung belief sich auf rund EUR 30 Mio.
Im Rahmen der Maßnahmen für operative Exzellenz hat Lenzing am Standort Mobile (USA) mit einer Investition von rund EUR 12 Mio. bestehende Gaskessel durch effizientere Modelle ersetzt. Die Umsetzung wurde 2025 abgeschlossen, und die neuen Kessel werden an diesem Standort schätzungsweise jährlich rund 8.000 Tonnen Scope-1-CO2-Emissionen einsparen. Damit wird die Energieeffizienz und Kostenbasis verbessert sowie ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Science-based targets gesetzt.
Siehe dazu auch Kapitel „E1 Klimawandel“ in der nichtfinanziellen Erklärung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts.
Die neu errichtete Kläranlage am Produktionsstandort in Grimsby (Vereinigtes Königreich) konnte 2025 vollständig in Betrieb genommen werden. Das Projekt ist nun in die zweite Phase eingetreten, in der weitere Optimierungen vorgenommen werden, um die EU-BAT-Grenzwerte (engl. Best Available Techniques) im Jahr 2026 zu erreichen. Diese strategische Investition in Höhe von EUR 24 Mio., die alle Projektkosten abdeckt, stellt einen bedeutenden Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie des Standorts dar und unterstützt die Erreichung der ZDHC-Ziele für Lyocell und Abwasser.
Siehe dazu auch Kapitel „E2 Umweltverschmutzung“ in der nichtfinanziellen Erklärung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts.