Ziele
[S2-5, MDR-T 80g, 80j]
Das Verfahren zur Festlegung und Überwachung der Ziele ist im Abschnitt „Nachhaltigkeitsziele“ im Kapitel „ESRS 2 Allgemeine Angaben“ beschrieben.
Ziel „Einbindung von Lieferanten“
[MDR-T 80b, 80c, 80d, 80e, 80i, 80j]
Einbeziehung der wichtigsten Lieferanten, auf die mehr als 80 Prozent der Ausgaben entfallen, um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern |
Kontinuierlich Auf Kurs |
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Unterziel |
Lenzing bewertet 95 Prozent ihrer 200 wichtigsten Lieferanten über EcoVadis, das „Together for Sustainability Audit“ oder eine interne Bewertung/Auditierung bis 2025. |
2025 |
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Umfang |
Wichtigsten Lieferanten; Top 200 Lieferanten |
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Geografische Abdeckung |
Gruppenweit |
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Bezugsjahr |
2022 |
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Bezugswert |
Keine Daten für 2022 verfügbar |
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Zielwert |
80 % der Ausgaben bewertet; 95 % der Top 200 Lieferanten bewertet |
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Status in 2025 |
Mehr als 1000 der Lieferanten von Lenzing werden von EcoVadis bewertet und überwacht. Fünf Lieferanten wurden von Lenzing im Rahmen des Auditprogramms „Together for Sustainability“ geprüft. Die Einbindung und das Onboarding von Lieferanten ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem die Einkäufer:innen bestrebt sind, einen möglichst großen Teil der wichtigsten Lieferanten von Lenzing einzubinden. 68 Prozent der globalen Beschaffungsausgaben, einschließlich Holz und Zellstoff, wurden durch diese Bewertungen abgedeckt. Das Unterziel, 95 Prozent der 200 Lieferanten zu bewerten, wurde bisher zu rund 70 Prozent dieser Lieferanten erreicht. Es gab Herausforderungen in der EU‑Chemieindustrie und der Logistik aufgrund der geopolitischen Situation und Ereignissen wie der Krise im Roten Meer, die in den letzten Jahren die Lieferantenstruktur verändert und somit die Erreichung des Unterziels verzögert haben. Die mit den wichtigsten Chemielieferanten unterzeichneten Lieferverträge enthalten zudem auch Nachhaltigkeitsklauseln. |
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[S2-5 42a, 42b, 42c, MDR-T 80h]
Obwohl die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, ihre rechtmäßigen Vertreter:innen oder andere externe Stakeholder nicht direkt einbezogen wurden, spielten verschiedene interne Stakeholder bei der Festlegung der Ziele, Nachverfolgung der Leistung oder Identifizierung von Verbesserungen eine entscheidende Rolle. So waren unter anderem die Abteilung für Corporate Sustainability, die Standortteams und das Beschaffungsteam maßgeblich an der Validierung dieser Ziele beteiligt.
[S2-5 39a, MDR-T 80f]
Das Ziel „Einbindung von Lieferanten“ beruht auf international anerkannten unabhängigen Bewertungen durch EcoVadis und das TfS-Netzwerk. EcoVadis und die entsprechenden Audits spielen eine wichtige Rolle bei der Identifizierung und Minderung der negativen Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Sie liefern eine umfassende Bewertung der Umwelt- und Sozialleistung von Lieferanten und ermöglichen die Identifizierung, Priorisierung und Steuerung wesentlicher Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. Diese Bewertungen stehen im Einklang mit allen geltenden Gesetzen und internationalen Rahmenwerken wie dem OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht, den IAO-Kernarbeitsnormen und den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Außerdem tragen sie zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) 12 und 17 bei, indem sie Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette fördern.
[MDR-T 80f]
Die Berechnung des Prozentsatzes der bewerteten Ausgaben basiert auf zwei Komponenten. Erstens umfasst sie die globale Beschaffungsausgaben 2024 (ohne Holz und Zellstoff) sowie den Anteil der entsprechenden Lieferanten, die im Jahr 2025 bewertet werden. Zweitens fließen Holz- und Zellstofflieferanten mit ein, die durch Forstzertifikate und/oder interne Due-Diligence-Prozesse bewertet wurden. Der gewichtete Durchschnitt dieser beiden Elemente ergibt den endgültigen Prozentsatz der bewerteten Ausgaben von Lieferanten.
[MDR-T 80c]
Derzeit bestehen keine spezifischen Zielsetzungen für Arbeitskräfte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Lenzing konzentriert sich aktuell auf jene Bereiche, in denen das Unternehmen den stärksten Einfluss ausüben kann – überwiegend in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig erkennt Lenzing die Bedeutung möglicher Auswirkungen im nachgelagerten Bereich an und verpflichtet sich potenzielle Maßnahmen zur Stärkung der sozialen Nachhaltigkeit entlang aller Stufen der Wertschöpfungskette weiter zu prüfen.