Gesundheit und Sicherheit
[S1-14]
Das Unternehmen bemüht sich weiterhin intensiv um die Verbesserung der Leistung im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz durch die Überwachung von Früh- und Spätindikatoren. Integrierte Sicherheits-Dashboards ermöglichen den Teams den täglichen Zugriff auf wichtige Kennzahlen innerhalb ihrer Managementsysteme und unterstützen so eine fundierte Entscheidungsfindung und kontinuierliche Verbesserung.
[S1-14 88a, 90]
100 Prozent der Mitarbeiter:innen, Fremdmitarbeiter:innen und der Fremdfirmenmitarbeiter:innen von Lenzing, die auf dem Firmengelände arbeiten, sind durch das Arbeitsschutzmanagementsystem (OHS) abgesichert. Alle Produktionsstandorte sind nach ISO 45001 zertifiziert, wobei die aktuelle Zertifizierung 2024 erneuert wurde und bis 2027 gültig ist. Regelmäßige interne und externe Audits bewerten die Leistung von Lenzing in Bezug auf Sicherheit, Gesundheit und Umwelt sowie die Einhaltung von Lenzings Verhaltenskodex. Durch externe Audits wird außerdem überprüft, ob das Arbeitsschutzmanagementsystem (OHS) weiterhin voll mit ISO 45001 übereinstimmt.
[MDR-M 77b]
Bei den internen Managementsystem-Audits wird das Arbeitsschutzprogramm von Lenzing auf Standortebene auf die Einhaltung von ISO 45001, der Unternehmens-Policies, der Verträge und der regulatorischen Anforderungen geprüft. Darüber hinaus führt die konzernweite HSE-Organisation eigene Audits durch, die an den Standorten auf einer rotierenden, risikobasierten Basis erfolgen. Alle Standorte müssen regelmäßige interne Audits in Übereinstimmung mit den Unternehmens-Policies durchführen und sich formellen externen Audits des Arbeitsschutzmanagementsystems unterziehen, die mit Arbeitsschutzverpflichtungen oder Zertifizierungen wie ISO 45001 und ISO 14001 verbunden sind. Regelmäßige dokumentierte Prüftreffen zum Arbeitsschutzmanagement an allen Standorten dienen als Grundlage für Entscheidungen im Zusammenhang mit möglichen Systemänderungen, die im entsprechenden Datenbanksystem erfasst und an die Mitarbeiter:innen kommuniziert werden.
Kennzahlen: Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Verletzungen
[S1-14 88b, 88c, 88d, 88e]
|
|
2025 |
2024 |
|---|---|---|---|
Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden |
15.656.014 |
15.763.108 |
|
i) |
Anzahl der Todesfälle durch arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen |
0 |
1 |
ii) |
Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle |
70 |
86 |
ii) |
Rate der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (TRIFR) |
4,5 |
5,5 |
iii) |
Anzahl meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen |
0 |
0 |
iv) |
Anzahl der Arbeitsunfälle und Erkrankungen |
224 |
312 |
iv) |
Rate der Arbeitsunfälle und Erkrankungen |
14 |
20 |
v) |
Zahl der Ausfalltage |
1.256 |
1.585 |
|
|
2025 |
2024 |
|---|---|---|---|
Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden |
7.008.265 |
6.737.569 |
|
i) |
Anzahl der Todesfälle durch arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen |
1 |
0 |
ii) |
Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle |
15 |
21 |
ii) |
Rate der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (TRIFR) |
2,1 |
3,1 |
iii) |
Anzahl meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen |
0 |
0 |
iv) |
Anzahl der Arbeitsunfälle und Erkrankungen |
45 |
93 |
iv) |
Rate der Arbeitsunfälle und Erkrankungen |
6,4 |
13,8 |
v) |
Zahl der Ausfalltage |
532 |
338 |
Veränderungen im Zeitverlauf
[freiwillige Angabe]
Mit großem Bedauern musste Lenzing 2025 über einen tragischen Unfall berichten, der zum Verlust einer geschätzten Fremdarbeitskraft führte, die durch Kontakt mit einem Gefahrstoff tödlich verletzt wurde. Wir sprechen der Familie und den Kolleg:innen, die von diesem Ereignis betroffen waren, unser aufrichtiges Beileid aus und versichert ihnen unsere weitere Unterstützung.
2025 hat Lenzing ihre Leistungen im Bereich Gesundheit und Sicherheit deutlich verbessert. Die Gesamtzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (TRIFR) für Mitarbeiter:innen (auf der Grundlage von 1.000.000 Arbeitsstunden) sank von 5,5 im Jahr 2024 auf 4,5 im Jahr 2025. Bei den Fremdmitarbeiter:innen sank die TRIFR im gleichen Zeitraum von 3,1 auf 2,1. Die Zahl aller arbeitsbedingten Verletzungen bei Mitarbeiter:innen sank von 20,0 auf 14,3, während die Zahl für Fremdmitarbeiter:innen von 13,8 auf 6,4 fiel.
2025 verzeichnete die Gruppe keine Arbeitsunfälle mit schwerwiegenden Folgen bei Mitarbeiter:innen.
Zu den arbeitsbedingten Gefahren, die ein Risiko für die Gesundheit darstellen, gehören in Lenzing im Allgemeinen chemische Gefahren (Lösungsmittel, Klebstoffe, Stäube usw.), physikalische Gefahren (Lärm, Strahlung, Hitze usw.), biologische Gefahren (Infektionskrankheiten) und ergonomische Risikofaktoren (schweres Heben, sich wiederholende Bewegungen, Vibrationen).
Fremdfirmenmitarbeiter:innen
[S1-14 88a]
Zahlreiche Mitarbeiter:innen, die nicht direkt bei der Lenzing Gruppe beschäftigt sind, arbeiten in den Produktionsstätten und auf dem Betriebsgelände von Lenzing. Die Auswahl der Fremdfirmen erfolgt nach denselben strengen Arbeitssicherheitskriterien, die auch für die Mitarbeiter:innen von Lenzing gelten. Die meisten von ihnen verfügen über zertifizierte Arbeitssicherheitsmanagementsysteme. Wenn es keine Zertifizierung gibt, müssen die Fremdfirmen an anerkannten regionalen Kompetenzprogrammen teilnehmen oder zusätzliche Arbeitssicherheitskontrollen implementieren. Fremdfirmenmitarbeiter:innen, die für Lenzing arbeiten, haben einen festen Ansprechpartner im Unternehmen, um eine effektive Kommunikation und Aufsicht zu gewährleisten. Bei Vermieter-Mieter-Vereinbarungen sind die Verantwortlichkeiten für Gesundheit und Sicherheit klar definiert und werden gemeinsam verwaltet.
Health Climate Index
[unternehmensspezifisch]
Der Gesundheitsklima-Index erreichte einen Wert von 76 Prozent. Die Methodik finden Sie unter „Lenzing Climate Survey“ im Abschnitt „Kommunikation“ dieses Kapitels.