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Kennzahlen

Wasserverbrauch

[E3-4 28a, 28b, 28c]

Wasserverbrauch

(m3)

2014

2025

2024

Gesamtwasserverbrauch

9.000.000

16.321.161

13.520.862

davon in Gebieten mit Wasserstress

0

609.596

635.726

Gesamtwassermenge, die recycelt und wiederverwendet wird

 

593.519.966

471.484.218

[E3-4 AR 32]

Wasserentnahme1

(m3)

2014

2025

2024

Alle Bereiche

 

Oberflächenwasser

103.000.000

97.764.520

101.429.595

davon Süßwasser

0

97.764.520

101.429.595

Grundwasser

14.000.000

13.273.181

14.226.523

davon Süßwasser

0

13.273.181

14.226.523

Wasser von Dritten

0

9.665.818

9.600.396

davon Süßwasser

0

9.665.818

9.600.396

davon in Gebieten mit Wasserstress

0

1.316.396

1.325.900

Gesamte Wasserentnahme

117.000.000

120.703.520

125.792.211

davon in Gebieten mit Wasserstress

0

1.316.396

1.325.900

1

Von Süßwasser (≤ 1.000 mg/L Filtrattrockenrückstand (TDS)), keine Entnahme von anderem Wasser (> 1.000 mg/L Filtrattrockenrückstand (TDS)). Es wird kein Wasser aus Meerwasser und erzeugtem Wasser verwendet.

[E3-4 AR 32]

Wasserrückführung1

(m3)

2014

2025

2024

Wasserrückführung nach Zielort

 

 

 

Oberflächenwasser

 

46.150.257

53.709.893

Wasser von Dritten

 

58.232.102

58.561.456

davon in Gebieten mit Wasserstress

 

706.801

690.174

davon Anteil Wasser von Dritten, das zur Verwendung an andere Organisationen geleitet wird

 

 

 

 

 

 

 

Wasserrückführung nach Wasserqualität

 

 

 

Süßwasser (≤ 1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS))

 

69.559.232

70.174.531

davon in Gebieten mit Wasserstress

 

706.801

690.174

Anderes Wasser (> 1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS))

 

34.823.127

42.096.818

Gesamte Wasserrückführung

108.000.000

104.382.359

112.271.349

davon in Gebieten mit Wasserstress

0

706.801

690.174

1

Es wird kein Wasser in das Grundwasser und Meerwasser abgeleitet.

[E3-4 29]

Wasserintensität

Gesamtwasserverbrauch pro Umsatz (m3/EUR Mio.)

2025

2024

Wasserintensität

6.272

5.076

[E3-4 28e]

Veränderungen im Zeitverlauf

Gesamtwasserentnahme und ‑ableitung sind im Jahr 2025 leicht gesunken, bleiben jedoch im Bereich der typischen Schwankungen der operativen Tätigkeiten. Allerdings gab es bei den gruppenweiten Tätigkeiten einen erheblichen Anstieg des Wasserverbrauchs. Grund dafür ist die geringere Wasserausleitung in der Zellstoffproduktionsanalage in Brasilien, die sowohl auf optimierte Betriebsabläufe als auch auf eine Zunahme von recyceltem und wiederverwendetem Wasser zurückzuführen ist. Die Wassernutzung für den Standort in Prachinburi (Thailand) – der einzige Lenzing Standort in einem Gebiet mit Wasserrisiken und hohem Wasserstress – blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Der Anstieg des Gesamtvolumens an recyceltem und wiederverwendetem Wasser im Jahr 2025 ist auf die Ausweitung und Verbesserung der Überwachung zurückzuführen, da nicht alle Produktionsstätten in der Lage waren, diese Indikatoren für die erstmalige Berichterstattung im Jahr 2024 darzulegen. Die größten Beiträge stammen aus dem Kühlwasserkreislauf und dem Prozesswasserrecycling in der Lyocell-Produktion. Eine Beschreibung des Umfangs, der Berechnungsgrundsätze und der Grenzen der Daten finden Sie im Abschnitt „Berechnungsgrundsätze“ in diesem Kapitel.

Kontextualisierte Informationen

Lenzing will durch Wassermanagement sicherstellen, dass Wasserressourcen effizient genutzt werden, indem Wasser im Betrieb wiederaufbereitet und wiederverwendet wird. Das Zellstoffwerk in Paskov (Tschechische Republik) verfügt über einen geschlossenen Kühlwasserkreislauf und benötigt daher nur wenig zusätzliches Wasser, um Verluste zu kompensieren. Darüber hinaus spart die integrierte Zellstoff- und Faserproduktion am Standort Lenzing (Österreich) Wasser, da das Trocknen und die spätere Wiederbefeuchtung durch die Integration in die Faserproduktion entfällt. Die Faserzellstoff- und Faserproduktionsanlagen der Lenzing beziehen Wasser aus angrenzenden Wasserquellen (hauptsächlich Flüsse und Grundwasser) und von lokalen Lieferanten.

Wasser dient bei der Produktion als Kühl- und Prozessmittel. Durch die inhärente Feuchtigkeitsaufnahme von Cellulosefasern und das Verdampfen im Kühlprozess werden erhebliche Wassermengen verbraucht. Das Spinnbad des Lyocellverfahrens enthält Wasser und das Lösungsmittel NMMO, um das Cellulose-Polymer vor dem Spinnvorgang zu lösen. Beim Viscoseverfahren wird eine Mischung aus Prozesschemikalien und Wasser verwendet. Bei beiden Produktionstechnologien wird Wasser effizient recycelt und wiederverwendet, indem die Prozesschemikalien und/oder die Lösungsmittel mit hoher Effizienz abgetrennt werden (siehe auch Kapitel „E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“). Diese Rückgewinnungstechnologie ist am aktuellsten Stand der Technik und wird in allen Produktionsstätten von Lenzing eingesetzt. Sie ermöglicht erhebliche Wassereinsparungen, bietet eine optimale Vorbehandlung für die Einleitung von Abwasser und hilft dabei, die Fasereigenschaften und ‑qualität zu optimieren.

Berechnungsgrundsätze

[E3-4 28e; MDR-M 77a, 77b]

Alle Produktionsstandorte erfüllen die lokalen gesetzlichen und genehmigungsrechtlichen Anforderungen. Wasserentnahme und ‑ableitung werden gemessen und auf der Grundlage kontinuierlicher Messungen ausgewiesen. Die Quellen aller Entnahmen sowie die Einleitungsorte und die Qualität des eingeleiteten Wassers werden überwacht und in den Tabellen „Wasserentnahme“ und „Wasserrückführung“ aufgeführt. Die Standorte stellen diese Informationen monatlich in der Konzerndatenbank ein. Sie werden dann für die Berichterstattung auf Konzernebene zusammengefasst. Der Wasserverbrauch ergibt sich aus der Differenz zwischen Ableitungen und Entnahmen. Während die Daten auf Konzernebene nicht von einer externen Stelle außer dem Wirtschaftsprüfer validiert werden, unterliegt die Überwachung der Wasserentnahme und ‑ableitung Inspektionen durch die lokalen Behörden an den Standorten.

Wasserrecycling und ‑wiederverwendung

Wasserrecycling und ‑wiederverwendung werden an allen Lenzing-Standorten praktiziert. Daher kann Wasser, das in die Produktionsstätten gelangt, mehrfach verwendet werden, bevor es wieder in die Umwelt eingeleitet wird. Prozesswasser, Kühlwasser und Dampfkondensat werden in der Regel an den Standorten wiederverwendet und sind in der Tabelle „Wasserverbrauch“ enthalten. Aspekte, die das Wasserrecycling beeinflussen, sind z. B. das lokale Klima, der Zugang zu Kühlwasser oder technologische und Know-how-bezogene Aspekte.

Dieser Bericht umfasst die Recyclingströme für bestimmte Prozesswasserströme aus der Zellstoff- und Lyocell-Produktion. Viele komplexe Recyclingsysteme, wie z. B. die Wiederverwendung von Wasser in verschiedenen Faserwaschschritten, sind allerdings noch nicht berücksichtigt, werden aber weiter untersucht. Da die technischen Spezifikationen noch bewertet werden, gibt es derzeit keine etablierte Grundlage oder ausreichende Daten, um eine sinnvolle Schätzung der fehlenden Wasserrecycling- und ‑wiederverwendungsströme abzugeben.

Die ausgewiesene Gesamtmenge enthält auch das in Kühltürmen und kontaktlosen Wärmetauschern recycelte Wasser. Die Lenzing Gruppe betreibt Umlaufkühlsysteme mit Kühltürmen. Im Vergleich zu Durchlaufkühlsystemen ermöglicht dies das Recycling sehr großer Wassermengen. Die Menge des in solchen Kühlsystemen recycelten Wassers wird anhand von Kühlturmparametern und direkten Messungen (Durchflussmesser) berechnet.

Weiterführende Links

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