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Ziele

[E1-4, MDR-T 80a, 80g, 80j]

Lenzings SBTs stehen im Einklang mit der Policy für Bioenergie, der Nachhaltigkeits-Policy und der konzernweiten Umwelt Policy und Standard. Das Verfahren zur Festlegung und Überwachung der Ziele wird im Abschnitt „Nachhaltigkeitsziele“ im Kapitel „ESRS 2 Allgemeine Angaben“ beschrieben.

Wissenschaftlich fundierte Ziele (SBTs)

[E1-4 33, 34a, 34b, MDR-T 80b, 80c, 80d, 80e, 80i]

Wissenschaftlich fundierte Ziele (SBTs)

Kurzfristiges wissenschaftlich fundiertes Ziel

Verringerung der absoluten Treibhausgas (THG)-Emissionen des Scopes 1 und 2 um 42 Prozent und der absoluten THG-Emissionen des Scopes 3 um 25 Prozent bis 2030 (Bezugsjahr 2021)1,2

2030
Auf Kurs

Langfristiges wissenschaftlich fundiertes Netto-Null-Ziel

Erreichen einer mindestens 90-prozentigen Reduzierung der absoluten Treibhausgasemissionen (Scopes 1, 2 und 3) (Bezugsjahr 2021)1,2

2050
Auf Kurs

Unterziele

Lenzing versorgt vier Standorte mit 100 Prozent Ökostrom

2024
Erreicht

 

Lenzing verzichtet auf Kohle im Werk Nanjing (China)

2022 Maßnahmen durchgeführt

 

Die Lyocell-Anlage von Lenzing in Prachinburi (Thailand) erreicht bis 2030 Kohlenstoffneutralität in Scope 1 und 2 durch den Einsatz von 100 Prozent Bioenergie und erreicht mittelfristig bis 2027 einen Biomasseenergie-Anteil von 95 Prozent.

2030
Auf Kurs

 

Lenzing kooperiert mit 20 wichtigen Lieferanten (basierend auf Ausgaben und CO2-Auswirkungen), um die Scope 3 Emissionen von Lenzing zu reduzieren und Anreize für die Lieferanten zu schaffen, die Lenzing dabei unterstützen, mehr Fasern mit geringem CO2- Fußabdruck anbieten zu können.

Kontinuierlich Auf Kurs

 

Lenzing bindet 80 Prozent der „Kunden mit genehmigten SBT und Engagement“ (Marken/Einzelhändler aus der Textil- und Vliesstoffbranche sowie Hersteller, die mit LENZING™ Fasern arbeiten) ein und unterstützt sie bei der Erreichung ihrer Ziele, indem Informationen zu Spezialprodukten mit geringem CO2-Fußabdruck wie den Fasern der Marken TENCEL™, LENZING™ ECOVERO™ und VEOCEL™ bereitgestellt werden.

2030
Auf Kurs

 

Lenzing führt eine Kampagne durch, um 50 Prozent der TENCEL™ und VEOCEL™ Kunden (Textil- und Nonwovens-Marken/Einzelhändler sowie Hersteller, die die Marken TENCEL™ und VEOCEL™ verwenden) zu erreichen, um die Verwendung innovativer Lenzing Fasern mit Umweltvorteilen wie ein geringerer CO2-Fußabdruck zu fördern und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen wo immer möglich zu reduzieren.

Kontinuierlich Auf Kurs

Umfang

Scope 1 und 2: Vollständig Konform mit den THG-Inventargrenzen, umfasst direkte Geschäftstätigkeiten und Energieverbrauch. Die THG-Emissionen aus Scope 2 werden nach der marktbezogenen Methode berechnet.
Scope 3: Rund 97 Prozent der gemeldeten Scope 3 THG-Emissionen, einschließlich der Kategorien 1, 3, 4 und 9 und ohne Kategorie 15 (Investitionen)

Geografische Abdeckung

Grimsby (Großbritannien), Heiligenkreuz (Österreich), Indianópolis (Brasilien), Lenzing (Österreich), Mobile (USA), Nanjing (China), Paskov (Tschechische Republik), Prachinburi (Thailand), Purwakarta (Indonesien)

Bezugsjahr

2021

Bezugswert

Kurzfristiges SBT: Scope 1 und 2: 1,77, Scope 3: 1,82 Millionen Tonnen CO2 eq.
Langfristiges SBT: Scope 1,2 und 3: 3,59 Millionen Tonnen CO2 eq.

Zielwert

Kurzfristiges SBT: Scope 1 und 2: 1,77, Scope 3: 1,37 Millionen Tonnen CO2 eq.
Langfristiges SBT: Scope 1,2 und 3: 0,36 Millionen Tonnen CO2 eq.

Status in 2025

Sieben Produktionsstätten beziehen 100 Prozent erneuerbaren Strom. Die Erdgasleitung sowie die technischen Einrichtungen (Kessel und Turbine) wurden am Standort Nanjing (China) installiert und in Betrieb genommen. Das System ist seit April 2025 in Betrieb. Die vollständige Abschaffung von Kohle wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die „Together for Sustainability“ (TfS) Produkt-CO2-Bilanz-Plattform wurde intern eingeführt, und externe Schulungen finden bereits statt. Lenzing steht in kontinuierlichem Austausch mit seinen wichtigsten Lieferanten und teilt sein Fachwissen zur Beschaffung umweltfreundlicher Chemikalien (z. B. Ökostrom und LCA). Der Standort in Prachinburi (Thailand) wurde aufgrund der Zuverlässigkeit des Biomasse-Heizkraftwerks des Lieferpartners mit einigen Herausforderungen konfrontiert, um durchgängig 100 Prozent Biomasse-Energie zu erhalten. Dennoch konnte der Standort für einige Monate im Jahr mit 100 Prozent Biomasse-Energie versorgt werden. Lenzing arbeitet mit dem Industriepark zusammen, um die Versorgung mit biogener Energie sicherzustellen und künftig einen kontinuierlichen Anteil von 100 Prozent zu erreichen. Der Industriepark investiert derzeit in einen Biomassekessel (derzeit im Bau), der ab 2027 als Backup dienen soll und die Zuverlässigkeit der Biomasseenergieversorgung erhöhen wird.
Angesichts der derzeitigen globalen Wirtschaftslage haben viele Unternehmen und Endkund:innen Nachhaltigkeit zugunsten kostengünstigerer Beschaffungsquellen zurückgestellt und sind daher weniger bereit, für Produkte mit geringer CO2-Emission einen Aufpreis zu zahlen. Trotz dieser schwierigen Marktsituation wurden Kundenkontakte geknüpft, um Faserprodukte mit geringem CO2-Fußabdruck zu positionieren und so die Reduzierung der Scope 3 Emissionen der Kunden zu unterstützen.

1

Scope 3 Emissionen umfassen die Emissionen aus der Ernte des Rohstoffs Holz, der Produktion von eingekauften Materialien (Chemikalien und Zellstoff), der Produktion von Brennstoffen, dem Transport von eingekauften Rohstoffen und Brennstoffen sowie dem Transport von Fasern zu Kunden.

2

Laut SBTi können für das Netto-Null-Ziel die verbleibenden 10 Prozent der Emissionen durch Kohlenstoffspeicherung bestehen.

[E1-1 16a, E1-4 34e, MDR-T 80f]

Lenzing legte erstmals im Jahr 2019 SBTs fest und überarbeitete diese 2023, um mit den aktuellsten Erkenntnissen der Klimawissenschaft übereinzustimmen und das Ambitionsniveau zu erhöhen. Während die früheren Ziele auf den 2-°C-Pfad ausgerichtet und als Reduktion der Treibhausgasintensität formuliert wurden (Emissionen pro hergestellte Tonne Zellstoff- und Faserprodukte), verpflichten sich die aktualisierten Ziele zu absoluten THG-Reduktionen im Einklang mit dem ambitionierteren 1,5-°C-Szenario. Die SBTi hat diese Ziele im Jahr 2024 verifiziert und genehmigt. Dieses Engagement spiegelt Lenzings höchstes Maß an Klimaambition wider und steht vollständig im Einklang mit den Zielen des Übereinkommens von Paris und dem UN-Nachhaltigkeitsziel 13 für Klimaschutz.

[E1-1 16a, E1-4 34b, 34e, E1-4 AR 25a, AR 25b, AR 30c, MDR-T 80f, 80g]

Das Bezugsjahr und der Bezugswert wurden gemäß dem SBTi-Rahmen auf das Jahr 2021 festgelegt. Diese Basislinie spiegelt die typischen betrieblichen Aktivitäten und THG-Emissionen von Lenzing wider, wobei einmalige Ereignisse oder Anomalien ausgeschlossen wurden, um die Repräsentativität sicherzustellen. Die Ziele umfassen die Emissionen aller Treibhausgase (CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs, SF6, NF3), wie sie in internationalen Protokollen wie dem GHG Protocol definiert sind, und werden in CO2-Äquivalenten (CO2 eq.) ausgedrückt. Die Ziele folgen der Methode des Absolute Contraction Approach (ACA), dem zufolge absolute Emissionsreduktionen festgelegt sind, die mit globalen Dekarbonisierungspfaden im Einklang stehen. Die Pfade basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und zielen darauf ab, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C oder deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Ziele wurden von der SBTi unabhängig verifiziert und genehmigt, um die Übereinstimmung mit der Klimawissenschaft und den Kriterien der SBTi sicherzustellen, die mit einem 1,5-°C-Szenario kompatibel sind.

[MDR-T 80h]

An der Festlegung der Ziele waren interne Stakeholder, darunter die Funktionen Commercial, Investor Relations, Operations, Beschaffung, Strategie und Corporate Sustainability, sowie der Vorstand beteiligt. Darüber hinaus wurden externe Stakeholder einbezogen, darunter wichtige Zellstoff- und Chemikalienlieferanten, Kunden, die nach SBTs verlangten, sowie Multi-Stakeholder-Initiativen wie das UN Fashion Charter, das sich für eine Einhaltung des Übereinkommens von Paris einsetzt. Ausgewählte Stakeholder wurden durch Meetings und Konferenzen eingebunden. Die SBTi war an der Verifizierung und Genehmigung der Ziele beteiligt. Das Lenzing-Team befindet sich zudem weiterhin im Austausch mit der SBTi hinsichtlich ihrer Leitlinien zu Forst-, Land- und Agrarwirtschaft (FLAG).

[E1-1 16b, E1-4 34f, E1-4 AR 30b]

Weitere Informationen zu den Dekarbonisierungshebeln und ihren quantitativen Gesamtbeiträgen zur Erreichung der SBTs finden Sie im „Klimaaktionsplan“ am Anfang dieses Kapitels. Nähre Informationen zu den Maßnahmen, beschrieben nach den Dekarbonisierungshebeln, finden Sie im Abschnitt „Maßnahmen“. Nicht jede Maßnahme, die mit den Hebeln beschrieben ist, ist als Maßnahme im Rahmen der Ziele aufgelistet, trägt aber dennoch zu deren Erreichung bei. Neue Technologien werden eine wichtige Rolle bei der Minderung der CO2-Emissionen und der Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele spielen. Je nach Technologie- und Marktentwicklung werden für den Zeitraum 2030–2050 zusätzliche Maßnahmen bekannt gegeben, sobald diese vorliegen.

Spezifisches Zwischenziel für Treibhausgasemissionen in Verbindung mit Unternehmens- und Vergütungszielen

Das spezifische THG‑Emissionsziel, das im Rahmen des vorherigen SBT mit dem Bezugsjahr 2017 formuliert wurde, bleibt für Vergütungs‑ und Unternehmensziele relevant. Es trägt außerdem als ein Zwischenziel zu den kurz‑ und langfristigen SBT bei, die in Form absoluter Reduktion ausgedrückt sind.

Spezifisches Zwischenziel für Treibhausgasemissionen in Verbindung mit Unternehmens- und Vergütungszielen

Lenzing reduziert 50 Prozent der spezifischen THG-Emissionen pro Tonne erzeugtem Produkt (Bezugsjahr 2017)

2027
Auf Kurs

Umfang

Scope 1 und 2: Vollständig Konform mit den THG-Inventargrenzen, umfasst direkte Geschäftstätigkeiten und Energieverbrauch. Die THG-Emissionen aus Scope 2 werden nach der marktbezogenen Methode berechnet.
Scope 3: Rund 97 Prozent der gemeldeten Scope 3 THG-Emissionen, einschließlich der Kategorien 1, 3, 4 und 9 und ohne Kategorie 15 (Investitionen)

Geografische Abdeckung

Grimsby (Großbritannien), Heiligenkreuz (Österreich), Indianópolis (Brasilien), Lenzing (Österreich), Mobile (USA), Nanjing (China), Paskov (Tschechische Republik), Prachinburi (Thailand), Purwakarta (Indonesien)

Bezugsjahr

2017

 

Bezugswert

100 %

Zielwert

50 %

Die Aspekte der vorgelagerten Wertschöpfungskette in Bezug auf das „Risiko für die Geschäftstätigkeit und die Lieferkette von Lenzing aufgrund der zunehmenden chronischen physischen Klimagefahren gemäß der Klimarisikobewertung“ werden durch das Ziel „Einbindung von Lieferanten“ adressiert. Dieses Ziel wird die Bemühungen zur Anpassung an den Klimawandel weiter verstärken. Weitere Informationen zu den Mindestangabepflichten des Ziels „Einbindung von Lieferanten“ finden Sie im Abschnitt „Ziele“ im Kapitel „S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“.

Das „Risiko der Holzknappheit durch nicht widerstandsfähige Wälder und Auswirkungen der steigenden globalen Durchschnittstemperatur“ sowie das „Risiko steigender Holzpreise durch Klimawandel und Biomasse-Konkurrenz“ werden durch das Naturschutzprojekte Ziel adressiert. Dieses Ziel konzentriert sich auf die Erhaltung, den Schutz der Biodiversität und die Wiederherstellung von Wäldern in gefährdeten Regionen. Ziel ist, die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu verbessern, damit sie sich besser an den Klimawandel anpassen können. Weitere Informationen zu den Mindestangabepflichten des Naturschutzprojekte Ziels finden Sie im Abschnitt „Ziele“ im Kapitel „E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme“. Das FEM Ziel adressiert die folgenden Auswirkungen, Risiken und Chancen: Chancen durch Produktinnovationen mit geringer CO2-Emission und Führungsrolle bei der Dekarbonisierung; negative Auswirkungen auf den globalen Klimawandel durch die Erzeugung von THG-Emissionen durch die Nutzung nicht erneuerbarer Energiequellen; Risiko eines Reputationsschadens, wenn die Nachhaltigkeitsanforderungen in Bezug auf Energiequellen nicht erfüllt werden und der CO2-Fußabdruck nicht verringert wird. Das zugrunde liegende Higg Facility Environmental Module (FEM) unterstützt die Messung und Bewertung der jährlichen Umweltleistung auf Anlagenebene, einschließlich der Energie und der THG-Emissionen. Weitere Informationen zu den Mindestangabepflichten in Bezug auf das FEM Ziel finden Sie im Abschnitt „Ziele“ des Kapitels „E3 Wasser- und Meeresressourcen“.

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